Sandra Gebhard und Matthias Exl in Paris, Louvre.

Die Waagschalen des Lebens

Nur die stürmische See macht einen guten Seemann. Schwierige Lebenssituationen sind ein Ausdruck der Liebe des Universums, die uns helfen sollen, die Waagschalen des Lebens auszugleichen. Dieser Ausgleich führt zu Dankbarkeit und Urvertrauen und letztendlich Freiheit.

Wir kennen den Energieerhaltungssatz aus der Physik: Die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System bleibt konstant. Die Aussage ist klar: Energie kann umgewandelt werden, beispielsweise von Wärme- in Bewegungsenergie. Energie in einem abgeschlossenen System zu erzeugen oder zu vernichten, ist nicht möglich. Weiterlesen

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Leben ohne Lebensplan?

Versteinerter Mann bei der ArbeitIst es der Sinn und Zweck des Lebens, die Gegenwart der Absicherung einer möglichen Zukunft zu opfern? Kennst du den Würgegriff laufender Verbindlichkeiten, die die eigene Seele ersticken? Vielleicht ist es an der Zeit, die eigene Lebensplanung zu hinterfragen.

„Dies ist mein Haus“, sprach der mittlerweile knapp 80 jährige Japaner Prof. Kazuo Kon in Porto, als er mit dem Finger auf sein Auto zeigte. Lange war er auf Reisen gewesen, hatte unterschiedliche Länder besucht und verschiedenste Menschen getroffen. Der Lehrer von Judo und alternativem Wissen berührte Sandra und mich mit seiner Leichtigkeit, mit der er nicht nur über mehrere Stockwerke Stiegen hoch läuft, sondern auch sein Leben lebt. Kazuo Kon reist mit leichtem Gepäck – geistig wie physisch. Dies ist eine weise Fähigkeit, die nur wenige Menschen in ihrer Tiefe voll erfasst und tatsächlich verwirklicht haben. Weiterlesen

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Wenn Dogmen im Alkohol ertrinken

Mittelalterfest in CorcubionAm Ende des Jakobsweges am Weststrand von Finisterre, der Costa del Morte, wird nach alter Tradition von den Pilgern der Sonnenuntergang beobachtet. Dies geschieht, nachdem sie vorher beim Leuchtturm von Finisterre Kleidungsstücke der Pilgerwanderung verbrannt haben. Dieses Ritual verspricht, dass man am nächsten Morgen als neuer Mensch aufwacht. Manche Pilger erwachen jedoch mit einem Kater, da nach dem Sonnenuntergang das eine oder andere Glas zu viel konsumiert wurde. Ja, auch der Alkohol ist Pilgern nicht fremd. Ein guter Zeitpunkt also, über Alkohol und Spiritualität nachzudenken.

Schon sehr früh in der Jugend lernte ich die Auswirkungen übermäßigen Alkoholkonsums kennen, als in einer befreundeten Familie die liebende Mutter und Ehefrau eines Mannes am Alkohol zerbrach. Der Schmerz jener Familie war für mich ein prägendes Erlebnis, nach welchem ich mir oft die Frage stellte, wie man nur so verzweifelt sein könne, dass man sich selbst durch Alkohol zerstört. Wie immer hatte auch hier das Leben viele Jahre später eine schlüssige Antwort für mich parat. Weiterlesen

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Die Reise geht weiter – Porto

Professor Kazuo KonSandra und ich haben zwischenzeitlich Finisterre verlassen und sind über Santiago de Compostella nach Porto in Portugal weitergereist.

Die Reise geht weiter: Nach einer wunderbaren Zeit in Finisterre voller schöner Begegnungen und Fügungen hat uns der Weg über Santiago nach Porto/Portugal geführt. Es ist ein Geschenk, dem Strom zu vertrauen und das anzunehmen, was sich ergibt.

Professor Kazuo Kon PortoEin großes Geschenk offenbarte sich im zugefallenen Treffen mit Professor Kazuo Kon, der sich uns liebevoll annahm und annimmt. Wir sind so dankbar, mit ihm Zeit verbringen zu dürfen und mehr über Selbstfindung, das Leben, Gesundheit und menschliche Entwicklung zu erfahren. Es ist eine Zeit voller Inspiration, die Sandra und ich sehr genießen.

Es gibt auch Neuigkeiten, was diesen Blog betrifft: Ich habe eine neue Übersichtsseite eingerichtet, die auch einen Index über die bisher erstellten Beiträge zum Thema Selbstfindung enthält. Desweiteren freue ich mich über meinen Entschluss, nun aktiv Kommentare zu beantworten, um mit euch direkter zu kommunizieren bzw. Fragen zu beantworten.

Voller Freude auf das, was ist und noch kommt,

Matthias

Seifenblase in Porto

Wo bin ich gerade?

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Höre auf zu suchen, während du voller Hingabe suchst!

Matthias Exl am Jakobsweg in Spanien in einem WaldWieso enden so viele spirituelle Lehren in ihrer Umsetzung im Alltag in einer Sackgasse? Warum werden viele spirituelle Lehrer wunderbar verstanden, während nur wenig des Verstandenen im Alltag umgesetzt wird? Wieso wird Kopfwissen selten zur wahren Erfahrung des Herzens?

Jenen Lesern, die mich schon seit längerem begleiten, ist es vielleicht aufgefallen, dass ich in den letzten Monaten wenig über die Essenz des Seins, Advaita Vedanta, die Illusion der eigenen Identität oder über die Frage „Wer bin ich?“ geschrieben habe. Warum ich vermehrt über Thematiken des Alltages geschrieben habe und was dies mit Dogmen und dem Ego zu tun hat, erfährst du in diesem Blogeintrag. Weiterlesen

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Das hässliche Entlein – Bin ich gut genug?

Muscheln am Strand in Finisterre

Im letzten Blogeintrag erwähnte ich mein Außenseiter-Dasein in der Schulzeit. Ich erhielt daraufhin viele liebe Nachrichten zu diesem Thema. So viele Menschen fühlten und fühlen sich als Außenseiter unter Außenseitern und kennen das Gefühl, alleine zu sein unter vielen. Heute widme ich mich dem „hässlichen Entlein“ in uns, dem Teil, der meint, nie entsprechen zu können. Der Teil, der im Außen nach Sicherheit strebt, um die innere Unsicherheit zu überwinden.

Als Erwachsene scheinen wir alles unter Kontrolle zu haben. Doch so vieles davon ist Schein, nicht Sein. Das verletzte innere Kind ist in den meisten Menschen hochaktiv. Als Kind empfinden wir Dinge als Verletzung, die ein Erwachsener niemals so wahrnehmen würde. Ja, Kinder sind hochsensibel und können mitten am Weg der Identitätsfindung sehr leicht aus der Spur geworfen werden. Weiterlesen